 Selbstdarstellung (Stand: Juni 2004) (.pdf)
Name der Gruppe,
Kontaktadresse und V.i.S.d.P.:
Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba e.V. Regionalgruppe Essen,
c/o Heinz-W. Hammer, Holtener Straίe 2, 45143 Essen

Eckdaten
Kontinuierlich aktiv seit 1990.
1992: Mitarbeit beim Trägerkreis für den Internationalen Cuba-Kongreß Bonn im Mai.
Seit 1992: Mitveranstalter bzw. Mitarbeit bei den jährlichen Fiestas de Solidaridad in der cubanischen Botschaft/Bonn anlässlich des 26. Juli.
1993: Mitarbeit im Trägerkreis für die Gründung einer Cuba-Infostellle; Juni Gründungsmitglied des NETZWERK CUBA; Oktober Mitveranstalter der Cuba-Solidaritätsdemonstration Bonn.
1990 2000: Schwerpunktmäßig Sammlung von Medikamenten, med. Hilfsgütern, Ge- und Verbrauchsmaterial; mehrere Tonnen Spenden gesammelt und weitergeleitet.
Laufende Aktivitäten und Öffentlichkeitsarbeit
Monatliche, öffentliche Mitgliederversammlungen.
Herausgabe eines auch überregional vertriebenen Rundbriefes (RB). Inhalt: Berichte über laufende Aktivitäten und Planungen der Gruppe; Dokumentierung von Reden/Stellungnahmen aus Cuba und von bundesweiten Organisationen (FG-BV, NETZWERK CUBA) sowie ausführlicher Pressespiegel mit den Schwerpunktthemen Cuba, Lateinamerika, USA, Imperialistischer Krieg, Weltdaten. Bei entsprechenden Anlässen zuzüglich »Specials« (»Miami 5« usw.). Umfang ca. 100 Seiten. Der RB erscheint i.d.R. 10 x jährlich, wird zu 50% an überregionale Adressaten versandt und kann von allen Interessenten gegen einen Kostenbeitrag von derzeit jährlich € 30,- /20,- bestellt werden.
Kontaktpflege zu örtlichen 3.Welt-Gruppen und anderen Organisationen. Interessenten finden uns u.a. seit mehreren Jahren im »Selbsthilfe-Wegweiser Essen« (Hrsg.: »Wiese e.V., Beratungsstelle für Selbsthilfe«) incl. kurzer Selbstdarstellung sowie im örtlichen Branchentelephonbuch unter der Rubrik »Selbsthilfegruppen«.
Jährlicher Informations- und Cocktailstand beim Internationalen Kulturfest Essen / Zeche Carl.
Durchführung weiterer Informationsstände bei befreundeten Organisationen/ Parteien/Bündnissen auf Anfrage bzw. nach Absprache.
Seit mehreren Jahren gastgebende Gruppe der NETZWERK CUBA Jahreshauptversammlungen.
Solidarität ohne Bedingungen
Ein Prinzip der inhaltlichen Arbeit unserer Gruppe war und ist die bedingungslose Solidarität (Solidaridad sin condiciónes; Solidarität ohne Bedingungen) mit der cubanischen Revolution.
Was ist damit gemeint? Ein Blick zurück:
In der Grußbotschaft von Präsident Fidel Castro Ruz an den von unserer Gruppe mitgetragenen Internationalen Cuba-Kongreß am 23. Mai 1992 in Bonn heißt es u.a.:
»... Die überwiegende Mehrheit der Cubaner verteidigt die Idee, dass nur mit der Freiheit, Unabhängigkeit und sozialen Gerechtigkeit der Revolution die Lösungen für die gegenwärtigen Schwierigkeiten gefunden werden können. Auf dieser Grundlage werden wir unser sozialistisches Projekt weiter vervollkommnen können und die edelsten Ziele unseres Volkes erreichen.
Denjenigen, die meinen, dass Cuba zerschlagen, erniedrigt und zerstört werden muss, antworten wir, dass unsere Revolution eigenständig bleiben wird (...). Wir haben niemanden um Erlaubnis gebeten, um die Revolution einzuleiten, wir warten auf niemanden, der sie verteidigt. Die Revolution existiert und wird durch den souveränen Willen unseres Volkes weiter existieren.
Die Cubaner sind in dieser einzigartigen Lage nicht allein. Es soll kein Mitleid für uns empfunden werden. Diejenigen, die keine Vergangenheit und keine Zukunft haben, können Mitleid hervorrufen, aber nicht ein Volk, das eines der schönsten und heldenhaftesten Kapitel seiner Geschichte schreibt. Was Cuba jetzt braucht, ist Verständnis und Achtung, um unser Werk zu vervollkommnen, ohne die wesentlichen Werte des Sozialismus zu zerstören.
Liebe Genossen und Freunde! Ihr gebt uns viel mehr. Ihr bietet uns in diesem entscheidenden Moment Eure uneingeschränkte politische und materielle Solidarität. In Cuba wird nicht nur über das Schicksal unseres Volkes, sondern auch über die Gerechtigkeitsprinzipien der ganzen Menschheit und über die Zukunft der Völker der Dritten Welt entschieden, die aufgrund der Unfähigkeit des Kapitalismus die schweren sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und menschlichen Probleme der Welt zu lösen, völlig verarmt sind.
Aus diesem Grund erlaubt mir, Euch zu versichern, dass die Cubaner die Sache des Fortschritts und der Revolution niemals verraten werden. Wir werden standhalten. Wir werden den endgültigen Sieg erringen, den sowohl unser Volk als auch Eure Solidarität verdienen. Vielen Dank, liebe Freunde!
Fidel Castro Ruz«
In der Eröffnungsrede dieses Kongresses führte die damalige EP-Abgeordnete Dorothee Piermont namens und im Auftrag der Vorbereitungsgruppe u.a. aus: »Warum dieser Kongress? Und warum dieser Kongress jetzt? Die Antwort ist einfach. Weil die USA und in ihrem Gefolge EG, EP und BRD die Stunde gekommen sehen, um in Cuba das Rad der Geschichte zurückzudrehen und eine linke Alternative zur kapitalistischen Verelendung der Dritten Welt endgültig vom Tisch zu wischen. Das haben z.B. auch die Europa-Abgeordneten, die zum Trägerkreis dieses Kongresses gehören, bei all ihren parlamentarischen Initiativen für Cuba ausnahmslos und unmissverständlich zu spüren bekommen. Cuba soll in die Knie gezwungen werden und dabei wird mit harten Bandagen gekämpft, von der Verschärfung der Blockade über bewaffnete Infiltration bis ggf. zu neuen Invasionen à la Schweinebucht. Und dazu wird in beinahe allen Medien als ideologische Waffe der Schlachtruf „freedom and democracy“ und „Menschenrechte“ geschwungen. (...) Eins muss dabei klar sein: Wir verklären Cuba nicht zum Paradies auf Erden. Aber wir blähen sein Mängel auch nicht zu Verbrechen auf. Die primitive Schwarz-Weiß-Malerei vom „Reich des Bösen“ und „God’s own country“ bleibt Bush [Anm.: damals Bush senior], Delors, Kohl und Konsorten vorbehalten. Es ist für uns selbstverständlich, dass in Cuba noch sehr, sehr viel zu tun bleibt. (...) Wie diese Entwicklung aussehen, welche Prioritäten sie setzen, welche Etappen sie durchlaufen soll, das allerdings ist weder von uns vorzugeben noch als Vorbedingung für unsere Solidarität aufzustellen. Die Entscheidung darüber obliegt allein dem cubanischen Volke. Unsere Bevormundung dabei wäre nicht nur überflüssig wie ein Kropf, sondern ein neuer Imperialismus. Was das cubanische Volk braucht, ist ein echter Handlungsfreiraum ohne Druck und Erpressung von außen. Gerade der wird Cuba jedoch durch die USA und ihre europäischen Komplizen von Tag zu Tag mehr beschnitten.«
Diese Zitate stammen aus dem Jahre 1992 und haben dennoch höchste Aktualität. Die internationalen Bedingungen für fortschrittliche, humanistische, revolutionäre Positionen und Entwicklungen haben sich dramatisch verschlechtert. Die amtierende US-Administration hat entscheidende Bestandteile des Völkerrechts außer Kraft gesetzt und neben dem anhaltenden Krieg gegen das irakische Volk und der illegalen Besatzung des Zweistromlandes - ihre seit über 40 Jahren andauernde, aggressive Blockade gegen Cuba weiter verschärft, zuletzt im Mai 2004. Die EU hat, zuletzt durch die Aktualisierung ihres »Gemeinsamen Standpunktes« 2003, die doppelte Blockade ihrerseits intensiviert und befindet sich zugleich mittlerweile auch im militärischen Wettlauf mit den USA (siehe EU-Verfassung). Die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich aktiv an der völkerrechtswidrigen Blockade gegen Cuba, zuletzt durch den (fehlgeschlagenen!) Boykott der XIII. Internationalen Buchmesse in Havanna im Februar 2004.
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